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Sicherheits-Kaltbrüniersystem
bei Raumtemparatur

INDUBRYN® KB produziert bei Raumtemperatur leicht und sicher einen schwarzen Überzug auf alle Arten von nicht rostfreiem Stahl.

Gefolgt von einem Wasserverdränger erreicht der Kaltbrünierprozess einen integrierten, rostfreien Überzug ohne dimensionale Veränderungen.

Kaltbrüniersystem Prozess bei Raumtemperatur

Produkte zur Kaltbrünierung

INDUBRYN® AR 85 zur Vorbehandlung

Vorbehandlung
INDUBRYN® AR 85

INDUBRYN® KB 10 zur Brünierung

Brünierung
INDUBRYN® KB 10

INDUBRYN®WV 12 zur Konservierung

Konservierung
INDUBRYN®WV 12

 

Vergleich INDUBRYN® Kaltbrüniersystem vs. Heissbrünierung

 

 
INDUBRYN KB
Heissbrünieren

Energiekosten

keine (oder nur kaum bei
heisser Vorbehandlung)
sehr hoch
Sicherheit Anwendung bei Raumtemperatur,
nicht ätzend, nicht brennbar,
leicht mit Wasser verdünnbar,
Selenanteil 0,9%
= Gefahrenklasse mindergiftig
Anwendung nur bei
hohen Temperaturen,
schwer wassermischbar,
stark ätzend!
übermässige Dämpfe
Handhabung keine Erhitzungszeit,
sofort einsatzbereit
Erhitzungszeit: 2-6 Std.,
schwierig zu spülen,
meist heisse Spülung notwendig
Betriebseinrichtung Polypropylen- oder Polyethylen-Kammern, keine Heizung,
Filtration an grossen Kammern notwendig,
sehr geringe Betriebskosten
Extraktion und Erhitzen erforderlich
Kontrolle der Lösung einfache Kontrolle "Farbwechsel", Titrieren kann nur bei Kochtemperatur
eingeschätzt werden
Was kann brüniert werden? alle Arten von nicht
rostfreiem Stahl und Guss
bei bestimmten Arten von Guss
bildet sich ein brauner Überzug,
ebenso ist ein Austrocknen von
Brüniersalzen an der Oberfläche
schwer zu vermeiden
Dimensionale Veränderung keine keine
Produktionsstätte keine abgesonderte Werkstatt,
Kammern leicht zu bewegen
speziell abgesonderte Werkstatt,
feststehende Anlage

Sie haben Fragen?

Unser Expertenteam ist gerne telefonisch oder per E-Mail für Sie da. Weitere Informationen zu unseren Produkten, Sicherheitsdatenblätter etc. finden Sie auch im Downloadbereich.

+49 7331 9878-0

Tipps und Anwendungshinweise
für das INDUBRYN® KB Sicherheits-Kaltbrüniersystem

Wie auch bei anderen chemischen Behandlungen der Metalloberfläche, sind auch bei der Kaltbrünierung die Vor- und Nachbehandlung, d.h. alle dort einzusetzenden Verfahren, exakt auf den Hauptprozess abzustimmen. Hierzu ist der Einsatz entsprechend dimensionierter Behälter erforderlich, die es nicht nur ermöglichen, die anwendungstechnischen Daten der Vor- und Nachbehandlunsprodukte genau einzuhalten, sondern auch die Zwischenspülungen einwandfrei auszuführen. Die Anzahl der Verfahrensstufen und die Art der Produkte ist von der jeweiligen Problemstellung abhängig, jedoch wird in der Praxis bei der überwiegenden Mehrzahl der Anwendungsfälle folgendes Verfahren durchgeführt:

1. Entfetten
Mit Heissentfettungsmittel oder anderen Entfettungsmedien.

2. Kaltspülen
In sauberes, klares Wasser (fliessend) tauchen, um die Rückstände der Vorbehandlung rückstandslos zu entfernen, damit Verschleppungen in die nachfolgenden Bäder vermieden werden (Standzeit und Effektiviät).

3. Aktivieren
Bei hartem Stahl sollte eine Vorbehandlung in einem speziellen Säuremedium oder im Aktivierungskonzentrat (INDUBRYN® AR 85) erfolgen. Nur erforderlich je nach Metallart oder bei Rost, Zunder, Walzhaut und anderen Verunreinigungen, die in der Entfettung nicht entfernt wurden und die eine gute Brünierung erschweren.

4. Kaltspülen
In sauberes, klares Wasser (fliessend) tauchen, um die Alkalien rückstandslos zu entfernen, damit Verschleppungen in die nachfolgenden Bäder vermieden werden (Standzeit und Effektivität).
Zeit: mehrere Minuten

5. Kaltbrünieren
Tauchen in INDUBRYN® KB 10 bei Raumtemperatur
Zeit: 2 - 30 Minuten, Eintauchdauer ist vom Zustand des Materials, Vorbehandlung und Badlösung abhängig.

6. Kaltspülen
In sauberes, klares Wasser (fliessend) tauchen, damit die Brünierchemikalien rückstandslos entfernt werden, und um die Oberfläche zu neutralisieren.
Zeit: ca. 1 Minute

7. Konservieren
In kaltes wasserverdrängendes Ö (INDUBRYN® WV 12) tauchen. Bei komplizierten geometrischen Abmessungen muss gewährleistet sein, dass das Wasser überall z.B. aus Vertiefungen ablaufen kann. Eventuell müssen die Teile gedreht oder geschwenkt werden.
Zeit: ab 5 Minuten

Um eine weitere Vertiefung der Brünierschicht zu erreichen, muss nur die Verweildauer verlängert werden (dekorative Wirkung).

8. Trocknen
Abtropfen des Korrosionsschutzmediums und trocknen lassen.


Sollte eine Strahlanlage vorhanden sein, können sämtliche Vorbehandlungen zum Kaltbrünieren entfallen (Punkt 1-4).

Vorbereitung und Gebrauch
INDUBRYN® KB 10 wird nur in PP- und PE-Behältern eingesetzt.
Bei grossen Kaltbrünieranlagen sollte der Ansatz mit destilliertem Wasser erfolgen. Bei kleineren Anlagen genügt sauberes klares Wasser. INDUBRYN® KB 10 nur 25%ig ansetzen. Eine zu schwache Lösung ergibt eine zu langsame und schlechte Brünierung. Eine zu starke Lösung ergibt einen unerwünschten Puderbelag. Das Produkt INDUBRYN® KB 10 darf nicht erhitzt werden.

Aufbewahrung und Pflege
Wenn das Kaltbrüniermedium im dafür vorgeschriebenen Polypropylen- und Polyethylen-Behälter nicht in Gebrauch ist, den Deckel auflegen. Filtration ist dann notwendig, wenn das Medium trübe wird (Standzeit und Effektivität). Ausserdem muss bei einer gepflegten Badführung nur je nach Bedarf nachgeschärft werden und kein komplizierter Badwechsel erfolgen. Bei grösseren Anlagen empfiehlt sich eine Filterpumpe, die die Badpflege des Kaltbrüniermediums übernimmt.

Brünierleistung
Teile, die früher schon brüniert worden sind, können wieder brüniert werden, wenn sie vorher sorgfältig entfettet wurden.

Die Haltbarkeit kann bei gut polierten Oberflächen reduziert werden, dem kann durch eine Metallreinigung vor dem Brünieren abgeholfen werden. Diese kann aber nach der Zusammensetzung des Stahls eine weniger glänzende Oberfläche ergeben.

Bemerkung
1 kg Konzentrat reicht für ca. 4 qm Brünierschicht, kann aber wesentlich durch 1. peinlich saubere Badpflege (Filtrierung), 2. absolute Entfettung oder 3. wenn erforderlich Aktivierung, erhöht werden. Eine Aktivierungsbehandlung wie beschrieben hilft, die Langlebigkeit der Brünierschicht zu erweitern, aber es reduziert auch den Glanz des Überzuges. Der Glanz bezieht sich auf den Härteanteil.

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